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Yom

Ancestors Dance

Album: 
Celebration

„Ancestors Dance“ ist mit 2:47 eines der kürzesten Stücke auf „Celebration“, dem Duo-Album des Klarinettisten Yom mit dem Pianisten Léo Jassef. Das Album, laut Label eine kontemplative spirituelle Suite zwischen Jazz, Klassik und orientalischer Musik, wählte TSF Jazz zum Album des Jahres 2021.

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review

01 Kontext

„Ancestors Dance“ ist das siebte von elf Stücken auf „Celebration“, das am 28. Mai 2021 bei Komos erschien (KOS 012). Yom, bürgerlich Guillaume Humery, kommt von der Klezmer-Klarinette und hat seitdem zwischen Elektronik, Rock, Americana und geistlicher Musik gearbeitet. „Celebration“ ist sein elftes Studioalbum und ein Duo mit dem Pianisten Léo Jassef.

02 Der Song

Beschreibungen des Stücks selbst gibt es nicht, umso mehr zum Album, aus dem es stammt. Komponiert und arrangiert hat „Ancestors Dance“ Yom, der darauf Klarinette, Klavier und Perkussion spielt, Léo Jassef spielt Klavier und Perkussion. Das Stück ist instrumental. Aufgenommen hat Félix Remy, gemastert Rafael Anton Irisarri.

Zum Album erzählt Yom, er habe ursprünglich eine Platte mit dem Titel „Le Rythme du Silence“ über seine Meditationspraxis geplant, dann kamen die Geburt seines ersten Kindes, sein 40. Geburtstag und der erste Lockdown. Laut dem Istanbul Jazz Festival entstand „Celebration“ in dieser Zeit im Studio, neue Perkussion wurde zu Jassefs Klavieraufnahmen hinzugefügt. Die Radiosendung „Deli Express“ von TSF Jazz berichtet von neun gemeinsamen Tagen im Studio Pigalle in Paris. Yom selbst beschreibt die Energie des Albums als kindlich, melancholisch, flüchtig und elegisch, anders als bei früheren Platten, die aus Wut entstanden seien.

03 Einordnung

„Ancestors Dance“ steht in der zweiten Hälfte des Albums zwischen „Ray of Light“ und „Tantric Epic“. Zum Stück selbst äußert sich keine der gefundenen Quellen, über das Album umso mehr: Das Label spricht von Anklängen an türkische Klarinettenmodi und an Klaviermusik japanischer Filmsoundtracks, die Yom zu einer eigenen Sprache verbindet. Die Veranstalter der Tour beschreiben „Celebration“ als Bruch mit Virtuosität und Verzierung, hin zu Schlichtheit und Aufrichtigkeit, mit zarten, zerbrechlichen Melodien. TSF Jazz setzte die Platte auf Platz eins seiner Jahresbestenliste 2021.

Ein kurzer Tanz für die, die vor uns da waren, in einem Album über das, was neu beginnt.

04 Mein Eindruck

„Ancestors Dance“ ist ein kurzer Moment in einem Album, das ganz auf Klarinette, Klavier und Perkussion setzt und nach Aussage von Yom aus einer Zeit von Geburt, Lebensmitte und Stillstand kommt. Meine Empfehlung: Nicht allein hören, sondern im Fluss des Albums, nach „Ray of Light“ und vor „Tantric Epic“.